Betriebswirtschaftslehre (BWL), insbesondere Investitions-, Innovations- und Beteiligungscontrolling

vertreten durch vertreten durch Univ.-Prof. Dr. Jörn Littkemann

Univ.-Prof. Dr. Jörn Littkemann

Die drei Studienmodule diese Studienbereiches richten sich an MitarbeiterInnen von Unternehmen, die in der Unternehmenssteuerung bzw. im Controlling entweder für die Übernahme von Führungsfunktionen vorgesehen sind oder die zwar bereits Führungsaufgaben übernommen haben, die aber noch über keine formale Qualifizierung in diesem Bereich verfügen.

Ziel des Moduls „Investitionscontrolling“ ist die ausführliche Befassung mit den wichtigsten in Theorie und Praxis angewandten Instrumenten des Investitionscontrollings. Dabei werden die Funktionsweisen sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente in zahlreichen Praxisbeispielen anhand einer durchgängigen Fallstudie dargelegt. Die Schwerpunkte liegen in der detaillierten Erörterung sowohl von Verfahren unter Sicherheit als auch unter Unsicherheit, wobei die mögliche Anwendung der hier behandelten Instrumente für das Controlling von Investitionsprojekten mit niedrigem und hohem Innovationsgrad diskutiert wird.
Der Studientext folgt einem systematischen Konzept: Für jedes investitionsspezifische Controllingproblem werden zunächst die wichtigsten Konzepte, Modelle und Instrumente zu einer möglichen Lösung aufgezeigt, anschließend werden diese in Fallbeispielen ausführlich dargestellt und erläutert sowie daraus ableitend deren Stärken und Schwächen erörtert. Die Fallbeispiele beziehen sich nahezu ausschließlich auf die Morgengenuss GmbH, ein fiktives mittelständisches Industrieunternehmen, das in klassischer funktionaler Organisationsstruktur als Kaffeemaschinenproduzent und -vertreiber tätig ist.

Die erfolgreiche Hervorbringung von Innovationen ist für viele Unternehmen heutzutage eine wichtige Voraussetzung geworden, um dauerhaft am Markt überleben zu können. Allerdings ist es zumeist von dem Zeitpunkt, in dem die Idee zur Innovation geboren wurde, bis zu einer erfolgversprechenden Umsetzung am Markt oder im Betrieb ein langer und beschwerlicher Weg. Ziel des Innovationscontrollings ist die problemadäquate Planung und Kontrolle hoch komplexer und langwieriger Prozesse, an deren Ende nicht selten ein völlig neuartiges Produkt steht. Wie ein derartiges Innovationscontrolling in der Praxis erfolgreich gestaltet werden kann, ist Inhalt des gleichnamigen Moduls.
In dem Studientext werden die Besonderheiten von Innovationen aus Sicht des Controllings eingehend diskutiert und darauf aufbauend relevante Planungs- und Kontrollinstrumente aus dem Rechnungswesen aufgezeigt, mit deren Hilfe auf die speziellen Gegebenheiten zur Steuerung von Innovationsprozessen zielgerichtet eingegangen werden kann. Zudem werden die Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung des unternehmensinternen Innovationscontrollings skizziert und maßgebende Kontextfaktoren diskutiert, die bei der Gestaltung des Innovationscontrollings zu berücksichtigen sind.

Ziel des Moduls „Beteiligungscontrolling“ ist die Vermittlung sowohl von Grundlagen- als auch von Spezialkenntnissen für die Ausübung von Controllingtätigkeiten in großen, zumeist multinational agierenden Unternehmen. Dabei stützen sich die Lehrinhalte auf theoretische Ansätze, Modelle und Instrumente, allerdings sind sie anwendungs- und damit zugleich praxisorientiert aufbereitet, um die spezifische Situation der Steuerung einer Vielzahl, oftmals höchst heterogener Beteiligungen bzw. Tochtergesellschaften im unternehmerischen Alltag eines Großkonzerns entsprechend zu berücksichtigen.
Zu den grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten, die notwendig sind, ein Großunternehmen führen zu können, gehört ein Grundverständnis über den Aufbau und die wichtigsten Anwendungsgebiete des Beteiligungscontrollings. Vorrangiges Ziel ist es dabei, die lokalen Einheiten im Sinne des Gesamtunternehmens zielgerichtet zu führen und zu koordinieren. Dabei sollten jedoch lokale Interessen beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Controllingsystems Berücksichtigung finden, damit es nicht zu lokalen Akzeptanzproblemen kommt, die erhebliche Fehlsteuerungen im Unternehmen nach sich ziehen können. Denn es ist anzunehmen, dass es aufgrund der innerhalb eines Konzerns zu vollziehenden zum Teil sehr heterogenen Betriebs- und Geschäftsprozesse zu einer divergierenden Interessenlage zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften kommt. Dies dürfte auch zu unterschiedlichen Ansprüchen in Bezug auf die Gestaltung des konzerninternen Controllingsystems führen. Insbesondere in Konzernen mit einem stark heterogen zusammengesetzten Beteiligungsportfolio ist diesbezüglich von einem hohen Konfliktpotenzial zwischen dem zentralen und dem lokalen Controlling (Standardisierung vs. Differenzierung) auszugehen. In diesem Studientext werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie (angehende) Führungskräfte mit dem aufgezeigten Konfliktpotenzial umgehen und daraus abgeleitet das Unternehmen erfolgreich steuern können.

Schließlich sollen mit dem Studium der drei Studienmodule die begrifflichen, konzeptionellen und methodischen Kenntnisse erworben werden, welche die Studierenden in Verbindung mit dem in den übrigen Studienbereichen erworbenen Wissen befähigen, zum Studienabschluss unter Anleitung eine Masterarbeit anzufertigen, in der eine Problemstellung aus dem Bereich der Unternehmenssteuerung bzw. des Controllings in wissenschaftlicher Weise einer Lösung zugeführt wird. Dieses kann gerne mit einer praktischen Fragestellung bspw. aus dem eigenen Unternehmen verknüpft werden.

8.1: Investitionscontrolling

Ziel des Modulelements „Investitionscontrolling“ des Studienmoduls „Investitions-, Innovations- und Beteiligungscontrolling“ ist die aus­führliche Befassung mit den wichtigsten in Theorie und Praxis angewandten Instrumenten des Investitionscontrollings. Dabei wer­den die Funktionsweisen so­wie Stärken und Schwächen der einzelnen Instrumente in zahlreichen Praxisbeispielen anhand einer durchgängigen Fallstudie dar­gelegt. Die Schwerpunkte liegen in der detaillierten Erörterung sowohl von Verfahren unter Sicherheit als auch unter Unsicherheit, wobei die mögliche Anwendung der hier behandelten Instrumente für das Controlling von Investitionsprojekten mit niedrigem und hohem Innovationsgrad diskutiert wird.

Behandelte Inhalte im Überblick:

  • Ziele, Aufgaben und Instrumente des Investitionscontrollings
  • Statische Verfahren der Investitionsrechnung
    • Kostenvergleichsrechnung
    • Gewinnvergleichsrechnung
    • Rentabilitätsvergleichsrechnung
    • Statische Amortisationsrechnung
  • Nutzwertanalyse
  • Dynamische Verfahren der Investitionsrechnung
    • Kapitalwertmethode
    • Interne Zinsfuß-Methode
    • Dynamische Amortisationsrechnung
    • Vollständige Finanzpläne
  • Verfahren unter Unsicherheit
    • Sensitivitätsanalysen
    • Risikoanalyse
    • Entscheidungsbaumverfahren
    • Realoptionen
  • Kennzahlen des Investitionscontrollings

8.2: Innovationscontrolling

Die erfolgreiche Hervorbringung von Innovationen ist für viele Unternehmen heutzutage eine wichtige Voraussetzung geworden, um dauerhaft am Markt überleben zu können. Allerdings ist es zumeist von dem Zeitpunkt, in dem die Idee zur Innovation geboren wur­de, bis zu einer erfolgversprechenden Umsetzung am Markt oder im Betrieb ein langer und beschwerlicher Weg. Ziel des Innovationscontrollings ist die problemadäquate Planung und Kontrolle hoch komplexer und langwieriger Prozesse, an deren Ende nicht selten ein völlig neuartiges Produkt steht. Wie ein derartiges Innovationscontrolling in der Praxis erfolgreich gestaltet werden kann, ist Inhalt des gleichnamigen Modulelements dieses Studienmoduls.

Behandelte Themen im Überblick:

  • Ziele des Innovationscontrollings
  • Funktionales Innovationscontrolling
  • Innovationen aus Sicht des Controllings
  • Innovationen im ext./int. Rechnungswesen
  • Problemadäquate Innovationsabrechnung
  • Instrumente des Innovationscontrollings
  • Messung des Innovationsgrads
  • Controllinginstrumente für einen hohen/niedrigen Innovationsgrad
  • Institutionales Innovationscontrolling
  • Kontextfaktoren des Innovationscontrollings

8.3: Beteiligungscontrolling

Ziel des Modulelements „Beteiligungscontrolling“ ist die Vermittlung sowohl von Grundlagen- als auch von Spezialkenntnissen für die Ausübung von Controllingtätigkeiten in großen, zumeist multinational agierenden Unternehmen. Dabei stützen sich die Lehrinhalte auf theoretische Ansätze, Modelle und Instrumente, allerdings sind sie anwendungs- und damit zugleich praxisorientiert aufbereitet, um die spezifische Situation der Steuerung einer Vielzahl Beteiligungen im unternehmerischen Alltag zu berücksichtigen.

Behandelte Themen im Überblick:

  • Organisation, Innengliederung
    • Ziele, Aufgaben
    • Spezialisierung (funktions-, objektorientiert)
    • Koordination (technokratisch, strukturell, personell)
    • Kontext (konzern-, beteiligungsspezifisch)
    • Erfolg (Kriterien, Messprobleme)
    • Gestaltungsempfehlungen aus der Praxis
  • Instrumente, Kennzahlen
    • Umsatzrenditen
    • Jahresabschlussorientierte Kapitalrenditen
    • Wertorientierte Kapitalrenditen
    • Cash Flow-orientierte Kapitalrenditen
    • Pay off Period-Methoden
    • aufwands- und ertragsorientierte Kennzahlen
    • Analysekonzepte für die praktische Gestaltung