Die Bedeutung unserer Studienmodule – kurz vorgestellt: 
„Nationale Wirtschaftspolitik und internationale Verflechtungen“

national - international - Krisenmanagement

National Wirtschaftspolitik, internationale Wirtschaftspolitik, Krisenmanagement

Können Sie sich vorstellen, dass Unternehmen ihre Entscheidungen nur auf Grundlage der eigenen Unternehmenswelt isoliert treffen? Nein, Unternehmen sind keine autarken Einheiten und handeln nicht isoliert in ihrer kleinen Unternehmenswelt. Sie müssen bei ihren Handlungen und Planungen vielfältige Reaktionsmuster ihrer sozialen Umwelt berücksichtigen, wenn sie nicht unliebsame Überraschungen erleben wollen. Diese Reaktionsmuster gründen auf institutionellen Rahmenbedingungen, die es für die Unternehmen und ihre Führungskräfte gilt zu kennen oder kennen zu lernen. Vor allem in einer globalen, vernetzten Welt, mit der wir es heute zunehmend zu tun haben, werden diese zu beachtenden Rahmenbedingungen der Unternehmensführung immer umfangreicher und komplexer. Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig darauf einstellen, sind über kurz oder lang zum Untergang verdammt.

Nationale Wirtschaftspolitik und internationale Verflechtung

Genau dafür ist das Modul „nationale Wirtschaftspolitik und internationale Verflechtungen“ konzipiert. Es geht darum, dass Sie den Zusammenhang von unternehmenswirtschaftlichen Entscheidungen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser verstehen, denn insbesondere sind viele – vor allem strategische – Entscheidungen auch von exogenen Rahmenbedingungen abhängig. Sie werden besser verstehen, dass unternehmerische Entscheidungen häufig Teil eines dynamischen, interdependenten Entscheidungsprozesses sind, an dem nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch die Politik sowie andere Interessengruppen beteiligt sind.

Betrachtungsebenen der Unternehmensführung

Solche Unternehmensführung bindende Rahmenbedingungen, von denen ich spreche, lassen sich auf verschiedenen Ebenen antreffen, wie auf innerbetrieblicher Ebene, auf Branchenebene sowie auf nationaler und internationaler Ebene.
Auf nationaler Ebene zählen die gesetzlich-institutionellen Rahmenbedingungen eines Landes sowie auch die Verhaltens- und Reaktionsmuster der nationalen Wirtschaftspolitik auf unternehmerische Entscheidungen. So müssen Unternehmen damit rechnen, dass ihre Handlungen oder Planungen Reaktionen der Politik auslösen, die ihre Planerwartungen konterkarieren.
Auf internationaler Ebene sind die verschiedenen gesetzlich-institutionellen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Reaktionsmuster der Wirtschaftspolitik in unterschiedlichen Ländern sowie die Effekte der Globalisierung angesprochen. Zum anderen sind für in mehreren Ländern als Produzenten oder als Verkäufer tätige Unternehmen auch Fragen der Unternehmenskultur, der Abhängigkeit des Erfolgs unternehmerischen Handelns von der Berücksichtigung des kulturellen Normengefüges des jeweiligen Landes relevant. Dieser Aspekt gewinnt gerade bei der derzeitigen Globalisierungstendenz für immer mehr Unternehmen eine besondere Bedeutung.
Zudem ist der Strukturwandel im Zuge der Globalisierung und der Europäischen Integration mit zunehmend verstärktem Wettbewerbsdruck für Staat und Unternehmen verbunden. Auch die Unternehmen, die nicht im Ausland tätig sind oder sein wollen, können sich nicht den Konsequenzen der Globalisierung verschließen. Weiterhin wird die mikro- und makroökonomische Krisenanfälligkeit in den einzelnen Staaten immer größer, was die Entscheidungen für Unternehmen schwieriger macht. Deshalb geht es für die Unternehmen darum, neue Alternativen zu entwickeln, um mit dieser Herausforderung bestmöglich fertig zu werden.

Wie bereiten Sie sich am besten auf das Modul „nationale Wirtschaftspolitik und internationale Verflechtungen“ vor? Beobachten Sie nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch die Politik und die Medien. Welche Zielsetzungen, Instrumente und Handlungsweisen / Strategien von Wirtschaftspolitikern werden vermittelt, worin unterscheiden sich diese, und welche Auswirkungen haben diese für das Unternehmenshandeln? Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit dem zunehmend verstärkten Wettbewerbsdruck im Zuge der Globalisierung gemacht? Und wie beeinflusst die Krisenanfälligkeit ihre Entscheidungen?
Darüber und zur Verbindung zu anderen Funktionsbereichen des Managements können wir uns dann im „Hagener Management Studium“ intensiv austauschen.