Curriculum

Das Curriculum, hier verstanden als inhaltliches Konzept der weiterbildenden Studienangebote zum „Hagener Management Studium (HMS)“ wurde gesamtheitlich konzipiert. Es versucht, den Prozess des Managements bzw. die Managementprozesse als inhaltliche und methodische „Gesamtheit“ zu erfassen, abzubilden und in einem auch didaktisch gesamtheitlichen Konzept zu vermitteln. Neben den Inhalten traditioneller Management-Lehren werden auch informations- und kommunikationstechnische sowie gesamtwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

Dem funktionalen Managementbegriff entsprechend, umfassen die Inhalte des des Hagener Management Studiums die traditionellen Kernbereiche einer „Führungsausbildung“ für Institutionen in Wirtschaft und Verwaltung. Sie beziehen sich einerseits auf die Unternehmensführung als Systemführung, gekennzeichnet durch die Teilfunktionen „Zieldefinition und Strategiewahl“, „Planung und Organisation“ sowie „Steuerung und Kontrolle“, andererseits auf die Personalführung als höchstpersönliche Aufgabe aller Führungskräfte, das heißt Mitarbeiter mit unmittelbarer Personalzuordnung bzw. Personalverantwortung. Abgeleitet aus den verfolgten Prinzipien der Gesamtheitlichkeit und der Vernetzung wurden außerdem folgende Aspekte in das Curriculum einbezogen:

Der Aspekt der dynamischen Personalwirtschaft, die für die unternehmenszielbezogene Bereitstellung des erforderlichen betrieblichen Personalvermögens verantwortlich ist, insbesondere die aktuelle und für die Unternehmensführung bedeutenden Teilaspekte der Bewertung von institutionellem Personalvermögen und der Personalentwicklung als Instrument der Personalvermögensbildung.

Der Aspekt des Marketing, da Fragen der Marktorientierung der Unternehmen und der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen sowie der Gestaltung der Kundenbeziehungen, denen durch die permanente lokale und temporale Ausweitung des internationalen Wettbewerbes eine erheblich höhere Bedeutung zukommt als je zuvor, worauf insbesondere durch die Unternehmensführung bzw. die Führungskräfte reagiert werden muss.

Der Aspekt des Einsatzes der Instrumente und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnologie, die nicht länger bloß der Unterstützung der betrieblichen Leistungserstellung, sondern in ständig wachsendem Umfang und in Form dedizierter, leistungsfähiger Systeme bzw. Werkzeuge der Unterstützung des Managements und damit auch der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und des Erfolgs von Unternehmen dient.

Der Aspekt des Managements von Projekten, da die Arbeitswelt von Unternehmen und Institutionen eben nicht nur durch die repetitive Erstellung bestimmter Produkte und Dienstleistungen geprägt ist, sondern (auch) durch eine Vielzahl von zu erfüllenden einmaligen Aufgaben bzw. durchzuführenden Projekten, deren Management spezielle Anforderungen an die Führungskräfte stellt.

Der Aspekt der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, da die von den wirtschaftspolitischen Akteuren auf nationaler und internationaler Ebene getroffenen Entscheidungen und dabei gesetzten Rahmenbedingungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die einzelwirtschaftlichen Planungs- und Entscheidungsprozesse haben, an Zahl und Bedeutung erheblich zugenommen haben.